Schön, dass du hier bist!
Es ist kein Zufall, dass du das gerade liest.
Die letzten Tribe-Notes sind viel zu lange her. Im Mai habe ich dir noch von meinem Trip nach Barcelona erzählt. Was darauf folgen würde, wusste ich da selbst noch nicht: der Anfang von etwas ziemlich Großem.
In den vergangenen zwei Monaten ist viel passiert. Zuerst war ich auf Hydra, dann auf Kreta und zuletzt am Gardasee. Vielleicht bist du via Instagram ja sogar ein bisschen mit mir mitgereist.
Schon im Januar wurde meinem Sternzeichen ab der Jahresmitte ein deutlicher Shift prophezeit, den ich ehrlich gesagt schon dringend herbeisehnte. Um den Fokus zu halten, schlug ich meiner inneren Kritikerin ständig ein triviales ‘Einfach machen’ um die Ohren, bis Jupiter Ende Juni endlich in den Löwen einzog, um meinem Feuerzeichen zusätzlich Dampf zu machen.
Von Barbault Basket bis Lions Gate – ich kam kaum hinterher, alle Astro-Termine der Leo-Season in meinen Kalender einzutragen. Viele Möglichkeiten würden sich gleichzeitig entfalten, las ich bei Spirit Daughter und Moon Omens. Es führe jetzt kein Weg mehr an der Verwirklichung großer Visionen vorbei, man hätte sie schließlich lange genug hinterfragt.
Mir war klar, dass das keine halbherzige Sache werden würde, denn Löwinnen schreiten mitten durchs Feuer – sie gehen nicht drumherum.
Was habe ich also im Juli gemacht, während Jupiter gebündeltes Licht von der Sonne zu meinem Löwenherz schickte? Viel. Unter anderem das:
eine intensive Pilates-Ausbildung gestartet
meine ‘MyEra-ID’-App für Frauen im Umbruch programmiert
mein KI-gestütztes Redaktionssystem für Solopreneurinnen entwickelt
und...tadaaa...mein erstes Buch veröffentlicht
Vier Projekte, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und trotzdem alle Teil meiner Ära des Werdens sind. Einer Ära, in der alles möglich ist – viel mehr als einem der eigene Kopf zutrauen würde.
Doch in diesen Tribe-Notes geht es vor allem um die letzte Sache auf der Liste: um mein erstes Buch, von dem ich nicht wusste, dass ich es je in dieser Form veröffentlichen würde. Es stand gar nicht auf meiner To-Do-Liste. Dort stand nur das Buch mit der schweren Lebensgeschichte, das lieber noch warten wollte.
Also kam diese andere Idee, die in Barcelona bei einem Gläschen Cava geboren wurde & auf Hydra zu einer echten Vision heranreifte.
Und das gar nicht mal in den Momenten, in denen ich dort täglich den Laptop aufklappte, um das 1.200-Seiten-PDF mit den gespeicherten Geschichten meines Reiseblogs zu öffnen, das ich zuvor eilig in den Ordner ‘Projekt La Mer’ geschoben hatte. Es waren vielmehr die Momente, in denen ich mit nicht viel mehr als einem Strandtuch in meiner Leinentasche am Hafen entlangspazierte & mich unterhalb des Sunset-Restaurants auf einen der Felsen setzte.
Dort war ich dem Meer ganz nah – und plauderte mit ihm über meine Pläne.
Es gibt Orte, an welchen das Meer flüstert und sanft vor sich hin plätschert. Und es gibt bestimmt Menschen, die einer Insel wie Hydra nicht viel abgewinnen können. Kein Entertainment, keine kinderfreundlichen Sandstrände & auch keine ausgelassenen Sunset-Partys.
Im August 2023 war ich zum ersten Mal dort – und wollte augenblicklich bleiben. Im Mai 2026 kam ich wieder, mit der Intention, meinem Schriftstellerdasein zu frönen. Es könnte gut sein, dass das die wichtigste und beste Entscheidung war, die ich in diesem Jahr getroffen habe.
Nach Hydra kam mein Retreat auf Kreta. Und dann kam der Alltag, der sich unerbittlich gegen mein am Meer begonnenes Vorhaben stemmte.
Als es zwischenzeitlich unüberschaubar stressig wurde, half mir ein weiterer Satz:
And then it’s done.
Ich weiß nicht, woher er kam. Vielleicht, weil Taryn Toomey in ihren The-Class-Einheiten (die meinen umtriebigen Geist immer so angenehm besänftigen) am Ende der schweißtreibenden Jumping Jacks und Burpees gerne sagt:
And then it’s over.
Ich liebe diesen Satz, der keinen Platz für Drama lässt. Ein Reminder, dass wir aus Mücken meist Elefanten – und uns auf dem Weg zum Ziel zu viele Gedanken machen.
Irgendwann ist es sowieso vorbei. Das Miese wie auch das Schöne.
Irgendwann sind wir am Ziel angekommen. Ganz egal, ob wir unterwegs jammern oder den Prozess genießen.
Irgendwann ist das Ding einfach fertig.
Also machte ich einfach weiter.
Schritt für Schritt. Kapitel für Kapitel.
Ich sprach mutige Neins aus, um mehr Raum für mein Ja zu bekommen. Ich lehnte sogar Aufträge ab, die meinem Kontostand gutgetan hätten, aber nicht meiner Seele.
Mit diesem Schritt habe ich mein Ego wohl zum allerersten Mal k.o. geschlagen. Daraufhin fiel ihm nämlich nichts mehr ein, das mich davon abhalten könnte, dieses Buch zu meiner Priorität zu machen. Es traute sich nicht einmal mehr, mit der letzten Keule – der nicht erledigten Buchhaltung – um die Ecke zu kommen. Niemand, nicht mal das eigene Ego, will es wohl verantworten, dass die Leute später einmal über einen sagen: ‘Sie hat zwar immer pünktlich ihre Buchhaltung erledigt, aber dieses Buch hat sie leider nie geschrieben.’
Normalerweise hätte ich zuerst alles Vernünftige, Lukrative und vermeintlich Dringliche erledigt. Doch der Jupiter im Löwen drehte die übliche Reihenfolge um – und ließ es mich dieses Mal anders sehen: Nicht an den Alltagspflichten verzweifeln, sondern einfach machen, was das Herz befiehlt. So lange bis es fertig ist.
Mein vorgereihtes Projekt ging mir so einfach von der Hand, dass ich schon dachte, es gäbe einen Haken. Es fühlte sich so leicht an, dass ich irgendwann ungläubig vor dem Ergebnis stand.
And just like that…waren am ersten Montag im Juli die letzten Korrekturen erledigt – und das Buch war fertig.
Ein paar Tage später lag das erste Exemplar vor mir, noch bevor ich richtig realisiert hatte, was ich da auf den Weg gebracht hatte.
215 Seiten und 38 sehr persönliche Reisegeschichten. Gedanken & Einsichten, die ich im Laufe der Jahre mit meinem Tribe geteilt und für dieses Buch teilweise neu geschrieben & geordnet hatte.
Eigentlich musste ich nicht mehr viel tun. Alles war schon längst da, direkt vor meiner Nase. Ich hatte es nur nicht gesehen. Es war fast so, als wäre mein 2008 gegründeter Reiseblog nur die Vorbereitung auf dieses Buch gewesen (und auf die, die noch folgen werden).
Nach dem Titel musste ich nicht lange suchen, denn er steckte bereits in vielen meiner Geschichten: Dass ich gerne mit dem Meer plaudere, habe ich mehr als einmal aufgeschrieben.
Du weißt ja: Ich finde meine Antworten meist dann, wenn ich barfuß über den Sand laufe, auf meiner Haut das Salzwasser trocknet & mein Blick auf die Wellen gerichtet ist.
Und falls du die Tribe-Notes schon abonniert hattest, lange bevor sie auf Substack sichtbar wurden, umso schöner.
Denn meine Meer-Geschichten gehören mir nicht allein.
Sie gehören auch meinem Tribe!
Dieses Buch ist für alle, die reisen, um sich selbst näherzukommen.
Ich bin mir sicher, dass genau die richtigen Menschen dieses Buch finden werden. So wie diese eine Muschel im Sand, die wie alle anderen aussieht & sich trotzdem von ihnen unterscheidet. Wenn du zu meinem Tribe gehörst, weißt du bestimmt, was ich meine!
Das alles ist nämlich mehr als ein Buch voller Geschichten.
Es ist eine Wellenbewegung!
Und du bist ein wichtiger Teil davon!
Vielleicht nimmst du mein Buch auf deine nächste Reise mit. Vielleicht ans Meer, vielleicht auch an eine Quelle, einen Wasserfall, einen Fluss oder einen See. Warum das keine Rolle spielt, wirst du spätestens auf Seite 121 verstehen.
Vielleicht findest du zwischen den Seiten eine Antwort, nach der du schon lange gesucht hast. Oder eine Antwort, die ihre Frage noch gar nicht kannte.
Und vielleicht erzählst du mir später davon, schickst mir ein Foto von unserem Buch am Meer – das wäre das Schönste für mich!
Bis dahin lass uns einfach den Wellen des Lebens vertrauen.
Mehr braucht es nämlich nicht.
xx Jeanette
PS: Du kannst mein Buch “Mit dem Meer plaudern” online kaufen oder bei deinem lokalen Buchhändler bestellen. Falls es dir gefällt, erzähle anderen gerne davon. Mit deiner Rezension hilfst du dem Buch, weitere Leserinnen zu finden – und du motivierst mich, meine Meeresplaudereien in einem zweiten Band mit weiteren Geschichten aus aller Welt fortzusetzen.





Wenn du mein Buch liest, versprich mir etwas:
Nimm es mit ans Meer, damit das Salz die Seiten an den Rändern aufweichen & sich Sandkörner dazwischen verlieren können.
Höre den Wellen gut zu, mach Notizen & kleine Knicke, schreib das Datum oder die Mondphase über das ein oder andere Kapitel.
Denn ich möchte, dass du dich später an die Momente erinnerst. Damit du nicht vergisst, wer du warst & wer du sein wolltest.
Und was du zwischen Nicht-mehr & Noch-nicht gedacht, gefühlt & über das Leben gelernt hast.
Und irgendwann wird dir das Buch erneut in die Hände fallen.
Und du wirst stolz zurückblicken, weil du die geworden bist, die du immer sein solltest.



